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Die Vier Länder Johnny Tour 2011


es berichtet Wolfgang Tschosnig, TeamWotan

Vier-Länder-Tour, das mag etwas großspurig klingen – ist es auch. Aber irgendwie brachte uns unsere Reise im August 2011 dann doch in „vier Länder“.

Wir, das sind Michael „Michel“ Martin und Wolfgang Tschosnig, und vier Länder, da wir zunächst in Nottuln waren, das liegt bekanntlich im Münsterland, dann ging es ins Emsland nach Neubörger, einige Poppin` Johnnies führten uns zu „Hinnerk“ ins Ammerland und den Abschluss machte ein Besuch in Großkneten im Oldenburger Land.

Mit ein Reisegrund war, dass Michel einen 4-Schaar-Aufsattelpflug Typ JD F145H in Nottuln erstanden hatte und der nun im Chattengau eingesetzt werden sollte. Also ging’s an einem Samstag, pünktlich um 07:00 Uhr, bei Michel vor der Haustür los.


Erster Reisestopp war Nottuln. Da der Verkäufer des Pfluges noch eine Besorgung zu erledigen hatte, konnten wir uns seinen 5-Schaar und Michels "neuen" 4-Schaar erst mal in Ruhe in Augenschein nehmen - und natürlich die Nase an einem Werkstatttor platt drücken, hinter dem eine interessante Sammlung zu erkennen war.
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Kurze Zeit später kam der Hausherr und es wurde sich zunächst der Aufsattelpflug angeschaut, erklärt, die einschlägigen "Einkaufsmöglichkeiten" in Frankreich erörtert und der Pflug dann verladen.
Anschließend stand eine Werksbesichtigung in der Werkstatt an. Und als solche darf man es ruhig bezeichnen, denn die Restaurierungen sprechen für sich selbst - siehe Fotos.

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Bereits im Herbst 2010 berichtete uns ein John Deere Lanz Besitzer aus Neubörger von einem Kupplungsproblem bei seinen T300/500 und bat um Hilfe. Aber viele Probleme lassen sich am Telefon doch nicht klären und so hatten wir dem Besitzer Hilfe in Form einer Ortsbesichtigung zugesagt, was aber bis zu diesem Datum noch nicht so richtig geklappt hatte.

Also blieb der Hänger zunächst mal in Nottuln auf dem Hof, und unsere Fahrt ging weiter nach Neubörger. Und in Zeiten des Navi ist es auch gar kein Problem jede Adresse zu finden, vorausgesetzt man hält sich nicht zu genau an die Anweisungen der Herrin im schwarzen Kasten.

Das Kupplungsproblem konnte schnell gelöst werden, offenbar hatte ein Bastelfreund sich beeits an dem erstandenen Ersatzteil versucht, und die Rede kam natürlich auf unser Hobby John Deere, und was sich sonst noch so im Besitz der Familie befände - Johnny mäßig - und somit kam die Sprache dann auch auf einen JDL MD18S.

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Der Mähdrescher war, wie man sieht, in einem ausgezeichneten Zustand und auf jeden Fall wert, dieses kleine Video zu drehen.
Der Gesprächsstoff war für die nächste dreiviertel Stunde mit diesen beiden Schraubern und John Deere Fans
jedenfalls gesichert.

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Es hätte garantiert auch noch für länger gereicht, wir wollten aber noch ein Stück weiter, vom Ems- ins Ammerland, zu Hinnerk und seinen Poppin` Johnnies.
Und das ganz ohne Anweisungen der Herrin aus dem schwarzen Kasten, denn diese Funktion hatte nun Michel übernommen. In seiner alten Heimat kennt er sich schließlich aus...
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Gut, nach zweimaligem Anruf waren wir dann tatsächlich bei Hinnerk auf seinem Hof in Petersfehn - und kamen erstmal aus dem staunen nicht heraus. Hinnerk besitzt eine imposante, markenübergreifende Sammlung, die nur schwer zu Toppen ist (dachten wir zumindest, wir hatten Teil 2 der selbigen in Großenkneten ja noch nicht gesehen).
Unser Hauptaugenmerk galt dann aber doch mehr den Model B und Model R Schleppern.

Zunächst erzählte uns Hinnerk was zu den Traktoren allgemein und en detail, dann wurden der B von Hand und der R mit dem Ponymotor gestartet und jeweils auf den Hof gebracht und dann begann Hinnerk`s Mighty John - Fahrschule.
Tatsächlich, Michel und ich machten unsere ersten Fahrversuche auf letter-series-Traktoren.

Man kann sich vorstellen, was das in zwei „alten“ Johnnie-Fans wie uns bewirken kann - und Holland ist ja vom Chattengau aus auch keine Weltreise... obwohl Michel sich doch erst noch etwas gewöhnen müsste, nach eigenem bekunden.

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Nachdem wir etwas zu Atem gekommen war hieß es: Wir fahren nach Großenkneten und schauen uns noch den 820, also eight-twenty aus Waterloo, nicht 820 aus MA!, an. Aber das ging auch nicht so schnell, da wir uns ja noch den Eiler und verschiedene andere Schätzchen bei Hinnerks Vater vorher anschauen durften (ihr erinnert euch jetzt an den Hinweis auf Teil 2!).


Und dann wurde er gestartet, der 820, und wir durften dem einzigartigen Sound dieses Traktors lauschen – so wie ihr, siehe oberes Video.

An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an Hinnerk und seinen Vater, dass sie die Zeit gefunden haben, uns ihre Schätze zu zeigen.

Ebenso verhält es sich natürlich mit den anderen Kollegen, denen wir an dieser Stelle auch noch einmal recht herzlich danken.

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So. Alles gesehen, Zeit wie immer zu kurz, noch mal schnell tanken, einen leckeren Hering essen und zurück zu unserem Zwischenziel Nottuln, den Hänger mit 4-Schaar-Aufsattelpflug holen. Aber natürlich auch hier noch mal Johnnie-Gespräche – ihr seht, für uns Johnnie-Fans ein sagenhafter Tag.

Aber auch der schönste Tag geht mal zu Ende und es ging ab nach Kassel. So gegen 22:15 Uhr war die Heimat wieder erreicht und nach etwa 900 km stellte sich auch schnell die richtige Bettschwere ein.